Rainer Garger, 1963 in Graz geboren und in Krems an der Donau aufgewachsen, hatte schon immer Bezug zu Wein – und aufgrund zahlreicher Besuche bei seinen ungarischen Verwandten auch Bezug zum ungarischen Eisenberg, welcher nur durch die Staatsgrenze vom österreichischen Eisenberg getrennt ist (9 km östlich von Deutsch-Schützen, 120 km östlich von Graz, 130 km südlich von Wien).

Bei jedem Besuch waren gemütliche Nachmittage im Weinkeller der Großeltern obligatorisch, wo immer zu herzhaften, selbst gemachten Jausen der typische, ehrlich produzierte Eisenberger Kékfrankos getrunken wurde. So lernte Rainer Garger die Weine in ihrer Ursprünglichkeit dort kennen, wo sie auch reifen und vergoren werden. Mit der Liebe zum Blaufränkisch keimte daher bald auch unterschwellig der Wunsch, selber einen reinsortigen Kékfrankos höchster Qualität aus diesen Trauben zu keltern – einen, der zum Besten zählen sollte, was dieses Gebiet hervorbringen kann.

Der Grundstein für NADOR wurde im Jahr 2001 gelegt. Beste Lagen des Vas-Hegy, steil und südlich orientiert, nach Einschätzung Gargers bestens für den Weinbau geeignet, lagen brach. Noch vor rund 60 Jahren wuchsen hier die besten Weine, aber die steilen Hänge wollte niemand mehr bewirtschaften. Das reizte Garger. Mit Hilfe seines Vaters Emmerich und seines Cousins Imre Garger wurden zunächst 2,7 Hektar der Lage „Wanzer“ erworben. Der Erwerb dieser Lage verlangte jede Menge Geduld, da die Lage von über 20 Besitzern angekauft werden musste. Das war der Startschuss für NADOR.

Wenig später erhielt Garger 0,17 Hektar der Lage Stuala, welche seine Großmutter zeit ihres Lebens bearbeitet hatte. Im Jahr 2003 erwarb Garger schließlich 0,7 Hektar der Lage Woller. So werden heute 3,5 Hektar Weingärten bewirtschaftet, welche alle in den Jahren 2003 – 2007 neu mit Blaufränkisch-Reben bepflanzt wurden.

Mehr als zehn Jahre nach dem Erwerb des ersten Weingartens war es soweit: Im Frühjahr 2013 kamen limitierte 500 Flaschen NADOR 2009 auf den Markt – alle ausschließlich in Magnums abgefüllt.