Die Geschichte des Gebietes ist eine wechselvolle. Erst 2011 feierte man die 90-jährige Zugehörigkeit des Burgenlands zu Österreich. Ein schmaler Landstreifen, der bis dahin nie eine politische oder administrative Einheit war, kommt als “selbstständiges, gleichberechtigtes Bundesland” zur Republik Österreich. Die Geschichte des Weinbaus in dieser Region geht bis zu den Kelten (800 v. Christus) zurück. Später waren auch die Römer, wie überall in Europa, im Weinbau engagiert. Wie auf vielen heute weltbekannten Ländereien, auf denen seit mehreren Jahrhunderten Weinbau betrieben wird, wurden auch rund um den Ort Deutsch-Schützen im Südburgenland Zisterzienser Mönche auf den besonderen Boden und das hervorragende Klima für die Weinerzeugung aufmerksam. Die Ländereien um den Eisenberg waren schon im Mittelalter (6. – 15. Jahrhundert) sehr begehrt, wie zahlreiche Tauschverträge der Güssinger Grafen belegen.

Wie alle Weinbaugebiete Europas blieb auch der Eisenberg Ende des 19. Jahrhunderts von der Reblaus nicht verschont. Viele Weingärten mussten gerodet werden oder verwahrlosten. Später hemmten die politischen Wirren rund um den Anschluss an Österreich und die Grenzziehung durch das kommunistische Regime die Entwicklungen in der Region.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts zählte Sopron zu einem der bedeutendsten Weingebiete Ungarns. Einzigartig am Gebiet war, dass die Weinkeller in der Stadt unter den Häusern lagen und nicht, wie z. B. am Neusiedler See üblich, in den Weingärten selbst. Während der K & K Monarchie hieß das Weinbaugebiet Sopron-Rust-Pressburg und war größer als das heutige Weinbaugebiet Sopron. Rust zählt bekanntlich zum burgenländischen Weinbaugebiet Neusiedlersee Hügelland.